Die Versteuerung der Abfindung hängt von den persönlichen Einkommensverhältnissen und persönlichen Rahmenbedingungen ab. So kann die 1/5 – Regelung einen deutlichen Steuervorteil bieten, muss sie aber nicht.

(Ein-)Fünftelregelung – ein “Steuergeschenk” vom Fiskus

Der 1. Weg, der Ihnen als steuerliche Begünstigung geblieben ist, ist die sogenannte (Ein-)Fünftelregelung. Nach der (Ein-)Fünftelregelung gewährt Ihnen der Fiskus einen kleinen steuerfreien Bonus.

Voraussetzung ist: die Abfindung gehört zu Ihren “außerordentlichen Einkünften” gemäß Einkommensteuergesetz (EStG § 34). Als solche außerordentlichen Einkünfte gelten Entlassungsentschädigungen, also Entlassungsabfindungen gemäß Einkommensteuergesetz (EStG § 24 Nr. 1);…

Wie steht das genau im Gesetz?

“Zu den Einkünften im Sinne des Einkommensteuergesetzes (§ 2 Abs. 1) gehören auch
1. Entschädigungen, die gewährt worden sind
a. als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen oder
b. für die Aufgabe oder Nichtausübung einer Tätigkeit, für die Aufgabe einer
Gewinnbeteiligung oder einer Anwartschaft auf eine solche;
c. …”

Wem bietet die (Ein-)Fünftelregelung steuerliche Vorteile?

Durch die (Ein-)Fünftelregelung erhalten diejenigen steuerliche Vorteile, die durch die  Entlassungsabfindung in eine hohe “Steuerprogression” geraten.

Wenn Sie ohne Entlassungsabfindung also ein Einkommen haben, das mit einer geringen Steuerbelastung verbunden ist, durch die Entlassungsabfindung aber überproportional mehr Steuern zahlen müssen, dann kann die (Ein-)Fünftelregelung ein Vorteil für Sie sein.

Je höher Ihr bisheriges Einkommen war, umso geringer ist Ihr Vorteil durch die (Ein-)Fünftelregelung. Wenn Ihr steuerpflichtiges Einkommen bisher größer als 52.882 EUR (Ledige) oder 105.764 EUR (Verheiratete) war, unterlagen Sie bereits dem “Spitzensteuersatz” und können (i. d. R.) keinen Vorteil aus der (Ein-)Fünftelregelung erwarten.

Es können eine Reihe von Steuervorteilen entstehen, wenn die Höhe der Abfindung (sehr hoch) und ihre persönlichen Verhältnisse es erlauben (sie brauchen z. B. die Abfindung nicht unmittelbar zum Leben!).  In diesem Fall gibt es eine Reihe von Möglichkeiten und Tipps, die hier im Blog auch beschrieben sind:

  1. Transfergesellschaft
    Sollten Sie in einer Transfergesellschaft sein und einen deutlichen Aufstockungsbetrag erhalten, der auch im Sozialplan geregelt ist, könnten Sie auf diesen Aufstockungsbetrag die 1/5-Regelung ggf. anwenden.
  2. Kirchensteuer
    Sollten Sie Kirchensteuer bezahlen, ist eine Ermäßigung möglich
  3. Spenden
    Bei sehr hohen Abfindungen können Spenden zu einer Steuerersparnis führen.
  4. Rürup
    Bei sehr hohen Abfindungen und Steuern kann eine Anlage in Rürup aus der Steuerersparnis bezahlt werden und die Steuerlast senken.
  5. … sprechen sie mit Ihrem Steuerberater oder Steuerberater für Abfindungen in HH z. B. SMS

 

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