Klausurtagung Betriebsrat

Erfolgreich zusammenarbeiten

Klausurtagungen helfen Betriebsräten dabei ein Team zu werden, sich aufzustellen und die Betriebsratsarbeit zu planen

Vorteile:

Was ist eine Klausurtagung?

Für Klausurtagungen kommen alle Betriebsratsmitglieder zusammen, um eine gemeinsame Basis für Ihre Arbeit zu entwickeln. Anstehende Aufgaben können gesammelt werden, Ziele und Visionen festgelegt und die Grundlage für die weitere Betriebsratsarbeit gelegt werden. Im betriebsrätlichen Alltag fehlt hierfür oft die Zeit und das, obwohl Betriebsräte langfristig massiv von einer guten Zusammenarbeit und einer planvollen Vorgehensweise profitieren. Im Vordergrund stehen dabei ausschließlich Ihre Themen egal, ob fachlicher oder zwischenmenschlicher Natur.

Da die Inhalte von Klausurtagungen von den Wünschen eines Betriebsrates abhängig sind und individuell auf diesen abgestimmt werden, werden sie Inhouse durchgeführt. Die Themen werden mit Hilfe eines Vorgesprächs im Einzelfall abgestimmt und erarbeitet.

Klausurtagungen können als eintägige oder auch als mehrtägige (z. B. 3 – 5-tägige) Betriebsratssitzungen durchgeführt werden. Mehrtägige Betriebsratssitzungen sind laut BetrVG jederzeit möglich, solange sie erforderlich sind. Die Kosten trägt der Arbeitgeber, gem. § 37 Abs. 2 und § 40 Abs. 1 BetrVG, wie bei jeder Betriebsratssitzung.

Definition Klausurtagung:

Eine Klausurtagung ist eine Tagung oder auch ein Meeting, dass unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet – der Betriebsrat bleibt also unter sich. Gemeinsam wird über die wichtigen Themen gesprochen.

Themen von Klausurtagungen:

Strategie- und Zielpanung

Arbeitsorganisation des Betriebsrates

Evaluation der bisherigen Arbeit

Betriebsratsprogramm 20xx

Konfliktmanagement (im Betrieb, im Betriebsrat…)

Teamentwicklung

Spezialthemen für Klausurtagungen sind zum Beispiel:

  • Beschäftigungssicherung
  • Banking 4.0 und der Betriebsrat
  • Redaktion der Zukunft
  • Aspiration-based Management – Umgang mit einem Unternehmensführungskonzept
  • Kampagnenstrategie (n) für … BR – Ziele
  • Entwicklungskonzept einer betrieblichen Gesundheitspolitik
  • Betriebsrat 4.0
  • Change the Change – BR-Strategien für den permanenten Wandel
  • Zukunftswerkstatt wiederentdeckt

Ablauf Klausurtagung:

Der Ablauf von Klausurtagungen hängt von der inhaltlichen Gestaltung ab. Gerne besprechen wir gemeinsam einen sinnvollen Ablauf für die Klausurtagung Betriebsrat.

Warum ist eine moderierte Klausurtagung sinnvoll?

Klausurtagungen können moderiert als Schulungsveranstaltungen durchgeführt werden. Damit sie als Schulungsveranstaltung durchgeführt werden können, muss der Betriebsrat durch die Schulungsveranstaltung notwendige Kenntnisse erlangen, um seine gegenwärtigen oder zukünftigen Aufgaben sach- und fachgerecht erfüllen zu können.[1] Außerdem können Klausurtagungen helfen, Konflikte und Probleme bei der Betriebsratsarbeit aufzulösen [2].  Ein Gesamtbetriebsrat hat dann einen Anspruch auf die Übernahme der Kosten einer Klausurtagung, wenn dieser der Auffassung ist, dass eine solche Moderation für die Durchführung einer Klausurtagung erforderlich ist.[3]

Durch die Moderation haben die  Betriebsratsmitglieder die Möglichkeit sich auf die Inhalte der Klausurtagung zu fokussieren. Durch den Einsatz verschiedener Techniken können die Sitzungen lösungsfokussiert und effizient genutzt werden.

Schulungsanspruch

Die Betriebsratstätigkeit ist extrem vielseitig. Doch alles, was Betriebsräte können müssen, um ihr Amt erfolgreich auszuüben, lernen sie nach Amtseintritt. Betriebsratsmitglieder haben ein Recht auf die Teilnahme an Schulungen, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Ohne Wissen geht es nicht. Das hat auch das Bundesarbeitsgericht so gesehen. Bereits 1981 hat es klargestellt, dass verantwortungsvolle Betriebsratsarbeit nur dann möglich ist, wenn jedes Betriebsratsmitglied über das erforderliche Mindestwissen zur Erfüllung seiner Aufgaben verfügt.

Häufig gestellte Fragen

Der Arbeitgeber hat in den oben beschriebenen Fällen gem. §40 I BetrVG die Kosten der Klausurtagung zu tragen.

In aller Regel gestatten Arbeitgeber die Durchführung von Klausurtagungen der Betriebsräte ohne Hinweise auf den rechtlichen Anspruch, denn Arbeitgeber wissen, dass sie mit gut vorbereiteten Betriebsräten besser zusammenarbeiten können und zügiger Themen besprechen sowie regeln können.

Die Preise für die Klausurtagungen orientieren sich an den gewünschten Themen, der Dauer der Klausurtagung sowie der Anzahl an Betriebsratsmitgliedern, die teilnehmen werden. Gerne erhalten Sie von uns ein unverbindliches Angebot.

Es ist sinnvoll, einmal jährlich eine Klausurtagung stattfinden zu lassen. So kann geschaut werden, ob die gewählte Strategie funktioniert und das Team gut zusammenarbeitet. Zusätzliche Tagungen sollten durchgeführt werden, wenn große Veränderungen im Betrieb vorgenommen wurden, wie z. B. Betriebsratswahlen oder Betriebsübergänge. Insbesondere zum Beginn einer neuen Amtszeit eignet sich die Klausurtagung, um neue Arbeitsschwerpunkte und Verantwortlichkeiten festzulegen und den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu legen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine Klausurtagung das richtige für Ihren Betriebsrat ist, kontaktieren Sie uns!

Klausurtagungen richten sich inhaltlich nach den Vorstellungen und Erwartungen der Betriebsräte. Sie werden immer für den Betriebsrat individuell konzipiert und die Themen und Abläufe gemeinsam festgelegt. Themen, bei denen eine Klausurtagung sinnvoll sein kann, finden Sie beispielhaft oben.

Ja, wenn die Tagesordnung größere oder viele Punkte enthält, die nicht an einem Tag ausdiskutiert werden können. Bei einer mehrtägigen Klausurtagung empfiehlt es sich, diese Tagung an einem externen Tagungsort zu veranstalten.  Auch bei mehrtägigen Klausurtagungen trägt der Arbeitgeber die Kosten. 

Jetzt unverbindlich Angebot erhalten:

Felicitas Lindberg
F
elicitas Lindberg






Von Montag bis Freitag 09:00 – 17:00 Uhr

Telefon: 040  81 96 10 66

Mail: Felicitas.Lindberg@EwaldundPartner.de

Quellen:

[1] Arbeitsgericht Offenbach, 14. Oktober 2010, Az: 2 BV 9/10

[2] LAG Hessen, 19. Mai 2011, 9 TaBV 196/10

[3] LAG Hessen, 11.06.2012, 16 TaBV 237/11

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