Ein neu in das Gesetz aufgenommener § 3a EFZG bestimmt, dass jetzt auch die Arbeitsverhinderung infolge einer Organspende eine unverschuldete Arbeitsunfähigkeit darstellt, aufgrund derer die betroffenen Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung für sechs Wochen haben.

Dem Arbeitgeber wird auf Antrag von der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse des Organempfängers das fortgezahlte Arbeitsentgelt einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge erstattet.

Bisher hatten abhängig Beschäftigte, die einem Verwandten oder einer nahestehenden Person eine Niere oder Knochenmark spenden (sog. Lebendspende), keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach Maßgabe des EFZG für die Zeit, in der sie vor und nach der Spendeoperation nicht arbeiten konnten. Das EFZG ordnete die Fortzahlung von sechs Wochen bisher nur im Falle einer Arbeitsunfähigkeit in Folge einer Krankheit an.

Erweitert wurde zudem der Beistand der gesetzlichen Unfallversicherung für Organspender: Der Unfallversicherungsschutz umfasst künftig alle gesundheitlichen Schäden des Spenders, die über die regelmäßig mit einer Spende entstehenden Beeinträchtigungen hinausgehen und im ursächlichen Zusammenhang damit stehen. Der Eintritt eines solchen Gesundheitsschadens wird als Versicherungsfall der Unfallversicherung fingiert. Auf den zeitlichen Abstand zwischen Spende und Gesundheitsschaden kommt es nicht mehr an. Im Hinblick auf die Kausalität besteht eine – widerlegbare – gesetzliche Vermutung.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, PM vom 25.5.2012

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