Der Umgang mit Gesundheitsdaten von Mitarbeitern muss in einem BGM-System datenschutzrechtlich abgesichert sein (§ 32 Bundesdatenschutzgesetzt (BDSG)).

Einerseites ist es für ein funktionierendes BGM unerlässlich, Informationen über den Gesundheitszustand – z. B. aus Gesundheitsgesprächen – des betroffenen Mitarbeiters zu sammeln, zu verarbeiten und zu speichern.

Andererseits ist es datenschutzrechtlich unzulässig, präventiv, zweckungebunden und vollumfänglich für jeden Mitarbeiter eine ausführliche Krankenakte mit dessen sensiblen Gesundheitsdaten zu führen.

Empfehlung:

Es sollte ausschließlich und mit entsprechender Einwilligung solche Daten gesammelt werden, die für das BGM unerlässlich sind. Diese Daten sind ggf. so schnell wie möglich  wieder zu löschen bzw. zu vernichten.

Hier zeigt sich die Bedeutung einer BGM-Betriebsvereinbarung, die nach dem reformierten BDSG ggf. sogar als ausdrückliche Erlaubnis zur Datenerhebung und -verarbeitung angesehen werden kann (vgl. § 4 BDSG, „andere Rechtsvorschrift“).

Achtung Erfolgsfaktor:

Informieren Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einer Mitarbeiterbefragung über Inhalt, Ziel und die Handhabung des Datenschutzes und stellen Sie sicher, dass die Ergebnisse den Beschäftigten zeitnah und vollständig mitgeteilt werden.


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