Grundsätzlich gilt eine Arbeitsverbot an Sonn- und Feiertagen. Aber das Gesetz kennt eine Reihe von Ausnahmen: Sonderregelungen beschreibt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG): 

  • § 9 Abs. 1 ArbZG: Sonderregelungen für Schichtbetreibe und Kraftfahrer und Beifahrer
  • § 10 Abs. 1 Nr. 15 ArbZG: im Dienstleistungsbereich und in der Landwirtschaft
  • § 10 Abs. 1 Nr. 16 ArbZG: wenn Rohstoffe oder Naturerzeugnisse drohen zu verderben oder Arbeitserzeugnisse zu misslingen drohen
  • § 10 Abs. 4 ArbZG: zur Abwicklung eines grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs
  • § 13 Abs. 5 ArbZG: wenn die Konkurrenzfähigkeit unzumutbar beeinträchtig ist, z. B. durch längere Betriebszeiten im Ausland

Wird an Sonn- und Feiertagen gearbeitet, dann müssen mindestens 15 Sonntage frei  bleiben. (§ 11 ArbZG)
Für die an Sonn- und Feiertagen gearbeiteten Arbeitsstunden ist eine angemessene Anzahl von bezahlten freien Tagen oder ein angemessener Zuschlag auf den Arbeitslohn zu gewähren. (§ 11 Abs. 2 ArbZG in Verbindung mit § 6 Abs. 5 ArbZG)
(s. a. BAG, 27.01.2000, 6 AZR 471/98)
Abweichende (bessere) Regelungen können in Tarifverträgen vereinbart werden.
Auch in Notfällen und außergewöhnlichen Fällen kann es zu Ausnahmeregelungen kommen. (§§14-15 ArbZG)
Weitere Regelungen zu Sonntagsarbeit finden Sie:

  • Jugendarbeitsschutzgesetz (§§8 ff)
  • Mutterschutzgesetz (§8)
  • Sozialgesetzbuch IX für schwerbehinderte Menschen
  • Gesetz über den Ladenschluss
  • Teilzeit- und Befristungsgesetz
  • Altersteilzeit
  • Gesetze und Verordnungen zu Arbeitszeit (für Berufsgruppen, wie Bäcker, Kraftfahrer, etc.)

Schließlich werden Arbeitszeiten in

  • Tarifverträgen
  • Betriebsvereinbarungen und
  • Arbeitsverträgen

geregelt.